Freitag, 5. Oktober 2007

Geburtstag und der zweite Gompa-taumel

Eriks 7. Geburtstag wollten wir ihm nicht so verhunzen und wieder im Auto stecken. Darum haben wir in Ruhe zusammen EIER gefrühstückt, Geschenke verteilt und Manis importierte Kokosnuss zerlegt. Die Männer haben ihre Schlachtemesser gezückt und los gings, das alte Spiel. Hotelmanager John -aus Goa- beguckte sich das belustigt und staunte nicht schlecht, wie professionell die Weissbrote inzwischen die Kokosnüsse aufknacken...



Dann gabs einen kleinen Spaziergang zur Shanti-Stupa, die wir diesmal in Angriff nehmen wollten...wieder Stufen kraxeln und keuchen. Und wieder ein neuer faszinierender Ausblick über die Stadt. Diesmal von der anderen Seite. Man kann sich nicht sattsehen!








Tags darauf hatten wir den nächsten Ausflug mit Dorje, unserem Fahrer, geplant...Rizong, Alchi und Likir standen an.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Bauch Beine Po

Früh kam Mani entsetzt an und verwies auf seine ausgetrocknete Haut...unsere Flachland-Mumie hatte eine solche Trockenheit in der Luft noch nie erlebt und seine Feuchtigkeits-verwöhnte Haut ließ ihn sofort im Stich. Wir probierten allerlei Öle und Cremes an ihm aus - dabei kamen interessante Grau-schattierungen seiner schwarzen Haut zustande. Sowas nimmt man ja nun auch nicht mit - da schämt man sich ja- dachten wir uns, und haben so lange an Mani rumgedoktert und ihn einbalsamiert bis er wieder einigermassen ok aussah. Am Ende in Leh hatte ich eine einheimische Creme gefunden, die Wirkung zeigte und die liebe Mumie wieder zum Leben brachte.

Mal Ausflugspause war gefragt, also sind wir im Ort geblieben. Das war auch angenehm, denn in Leh kann mans aushalten.
Wir schlenderten über den Markt, füllten unser Wasserflaschen und gedachten "mal zum Königspalast von Leh gucken zu gehen" - dort kamen wir schon reltiv kurzatmig an, denn man windet sich durch die Altstadt von Leh die schmalen Gassen hoch und kommt arg ins Keuchen.


Aber das war erst das Vorgeplänkel...denn der erwachte Ehrgeiz und die schon halbschöne Aussicht trieben uns dann den Rest des Berges hoch, wo man natürlich einen traumhaften Ausblick über Leh hatte. Man steht ergriffen, wenn einem die ganze Stadt zu Füssen liegt...aber man kriegt eben auch beinahe einen Herzkasper, wenn man so den Berg hochjapst.
Und zwar ausnahmslos alle. Wie das die Mönche und Lastenträger machen, hat uns Rätsel aufgegeben.

Am schönsten japste Mani, der solche Anstiege ja nun gar nicht kennt. Micha und ich erwarteten jeden Moment, dass er kollabiert - besonders seine kleine Extra-Tour - die "Abkürzung" raffte ihn beinahe hinweg... hihi, ein Jammern und Klagen über die Höhe und die Fitness kam mir zu Ohren. (Er ist an dem Abend auch ganz zeitig schlafen gegangen.)
Im Gegensatz dazu war Erik, der Kleinste in der Runde, -noch, wie Betty gern betont, vielleicht ist er nächstes Jahr schon grösser als ich??- topfit und marschierte zur Bergspitze ohne Probleme.






Aber Mani hats überlebt und war begeistert von der Aussicht. Die war die Qual wirklich wert. Man merkt selbstredend jede Stufe...und "Bauch-Beine-Po, heute: Beine" wurde unser Wahlspruch. Aber wenn man so hoch-oben überm Tal steht, dann ist das plötzlich so Rille, man staunt und guckt und flüstert...und weit unten liegt die Stadt im
milden Abendlicht.


Allein, der Abstieg verursacht leichtes Grausen, die Kniee grollen und geben gern mal nach, die letzten Meter ziehn sich...wie immer. Und unten kommt man butterweich und völlig fertig an...und man weiss, dass man das Schwierigste noch vor sich hat:
Am schlimmsten waren nämlich immer wieder die letzten Stufen im Hotel.

Stupa-flut und Stufenschlaffis

Wir haben in der Ladakh-Woche so viele beeindruckende Ausflüge gemacht - und kriegen uns heute noch nicht ein, wie schön es dort war!

Unser Fahrer, Dorje, sammelte uns nach dem Frühstück (EIER aller Art und Aprikosenklebstoff mit Minz oder Masala-Tee) , am 3. Tag , ein und wir sind losgezogen...nach Stok, Thikse und Shey. Traumhaft. Allein die Fahrt durch die bizarre Mondlandschaft war cool - wir klemmten wie immer zu 7t in dem kleinen Van und wurden teilweise über interessante Schotterpisten geschippert...berg auf, berg ab...durchs Hügelland im Industal.
Stok war schon schön - der alte Königspalast, in dem die Prachtstücke hinter simplen Glasvitrinen stehen und die schönen alten Thankas und Kleidungstücke einfach so rummodern müssen, weil einfach die Kohle für einen angemessenen Ausstellungsschutz nicht gegeben ist...es tat fast schon weh, das zu sehen. Lange wirds wohl nicht mehr da sein.
Der Palast selbst ist schön, die Aussicht von dort oben phantastisch...dachten wir...da wussten wir noch nichts von Thikse...

Dort ging es als nächstes hin (Micha maulte schon wieder, weil mehr als 1 Ziel am Tag macht ihn grillighält...und als wir ihn weitertreiben mussten, gabs Gemotze...aber das wars ja wert) ...Thikse....malerisch auf einem Berg gelegen...das kleine Auto quälte sich bis ans Eingangstor, man durchschreitet es und wird von Gesängen und Mantra-murmeln begrüsst, welches via Lautsprecher im ganzen Kloster übertragen wird. Dazwischen immer Stille und eine Aussicht in eine atemberaubende Landschaft. Wir sind hin.



Schweben durch das Gelände, Treppen rauf und runter, sehen die beachtliche Buddha-statue mit Erstaunen, und durchstreifen das schöne Kloster. Nur wenige Besucher sind da, plaudern mit dden Mönchen. Es ist angenehm und friedlich. Und windig.
Überall Blumen, Gemälde und Gebetsfahnen. Die Innenräume sind wunderschön.



Und immer wieder ein berauschender Blick in die Berge des Himalaya.
Wir fotografierten wie die Angestochenen und konnten uns nicht bremsen...zu schön wars. Später erst merkt man, dass man vor lauter Fotos-Schiessen gar nicht richtig dort war. Wahrscheinlich muss man einmal hin, um sich "leerzuknipsen" und dann später nochmal, wenn man schon alles fotografiert hat und der Zwang nachlässt.Dann hat man Zeit und kann einfach sitzen und sich wundern.

Von Thikse sind wir zum Sonnenuntergang nach Shey gefahren...auch ein Königspalast mit Gompa dran. War alles zu und verrammelt, denn wir waren etwas spät und vertrödelt, aber allein das Rumstreifen draussen war schon schön. Aber wieder ging es nur bergauf... Über das Tal hatte man einen herrlichen Blick auf Thikse und die Schattenspiele der Wolken, die das Indus-Tal in traumhaft schönes Abendlicht tauchten.




Das leuchtende Kalkweiss der Stupa blendete so sehr, dass dort meine Fotokünste versagten. Die Karte war auch schon voll - also hatte ich plötzlich ein bisschen Zeit gewonnen. Und da alles schon verrammelt war, herrschte eine Stille an dem Ort - nur der Wind pfiff uns mörderisch um die Ohren und strubbelte die Haare nochmal ordentlich durch - so sehr, dass einem plötzlich der Vorteil einer Mönchs-Glatze klar wurde.

Ohrenbeisser und Schuster-künste

ok, zurück nach Leh.
Ich hänge in der Nachbereitung ein bisschen hinterher, das weiss ich ja. Aber da ich diesmal ja so helle war, Tagebuch zu schreiben - so richtig mit Stift und Büchlein - nachdem klar wurde, dass das Internet uns in Indien versagt bleibt, kann ich jetzt endlich das Online-Tagebuch auffüllen.

Nun - der erste Tag ging freundlich zur Neige, wir waren erschöpft und müde vom Nicht-viel-tun. Also schnell ins Bett gegangen...um dann früh vom Ohrenkneiper wachgebissen zu werden. Das war vielleicht ein ätzender Start in den Tag! Aber für den Ohrenkneiper auch, denn er wurde durchs Fenster in die kalte Morgenluft geschnipst. Ich war gleich wieder erschöpft von soviel Action.


Aber Mani klopfte kurz darauf, brachte Tee und Blumen und der Tag wurde sofort freundlicher. Dann gab es das obligatorische Frühstück mit der Eiervielfalt...Rühr-Ei oder Rühr-Ei mit Kräutern, gerade noch so gebratene...Spiegel - Eier, bei gekochtem Ei wurde schon diskutiert, dass es zu aufwendig sei...aber mit einem Lächeln kriegt man es dann doch. Und die leimartige Aprikosen-Marmelade zum Toast...ich hab dann Renis Gartenmarmelade ausgepackt und konnte Menschen beglücken. Aber wir konnten leider keine Happy-Marmelade-Botschaft nach Hause sms-en, weil Manis Handy nicht funktionierte,da es nicht so einfach ist, in Ladakh eine Nummer freigeschaltet zu kriegen...zu nahe am Kashmir, oder was weiss ich -jedenfalls ging es GAR nicht.
Was aber in Leh geht, ist: wenig Plastemüll zu produzieren, indem man seine bereits benutzten Wasserflaschen zur Auffüllstation schleppt und dort mit frischem Bergwasser füllen lässt. Das hat uns sehr gefallen.

Gefallen hat uns auch, wie der Schuhmacher Bettys Schuhe atomschlagsicher verklebt hat...Ihr waren ja schon bei der Abreise am Flughafen in Frankfurt die alten Bergschuhe auseinandergefallen, die Schusti - ganz seinem Namen Ehre machend - rettete. Er borgte beim Flughafen-Elektriker (auf Michas Rat als Ex-Elektriker, der weiss dass man sowas dabei hat) zweiseitiges Klebeband und zauberte die abgebröselten Sohlen wieder dran...allerdings klebte Betty dann auch immer mal an diversen Fussböden oder wahlweise auch an den eigenen Schuhen fest und trug allerlei Unrat am Fuß mit...wir hatten also viel Spaß!



Jedenfalls reparierte der Straßenschuster in Leh Bettys alte Latschen so genial, dass sie bestimmt noch weitere 10 Jahre gehalten hätten...vielleicht tun sie dies auch. Wir werden es nie erfahren, denn nach der Reise hat Betty sie schnöde in Rishikesh stehenlassen.Ausgesetzt.Heimatlos gemacht.

Free Burma

Die Meldungen der letzten Tage sind so bestürzend, dass ich mich der Aktion "One Text for Burma" anschliessen will.

Vermutlich kommt demnächst "Free Tibet" gleich noch hinzu, da ich seit der Reise sehr mit diesen Themen beschäftigt bin und das allesmich nicht mehr loslässt.


Free Burma!

Freitag, 24. August 2007

die bachblütenmiliz und erinnerungen an leh

ich träume inzwischen fast jede nacht von ladakh. weil es dort so beeindruckend war...licht, weite und farben lassen einen nicht los. die freundlichkeit der menschen, die klare luft in den bergen, die stillen klöster...das schleicht sich immer wieder in meine nachtzeit.

zur illustration platziere ich ein paar bilder, die genau das zeigen, wie ich hoffe.







unsere ankunft in leh, nach einem erstaunlichen, genialen anflug um ein paar bergspitzen herum, die frech durch die wolken ragten, war erfrischend im wahrsten sinne. nach der feuchten saunaluft in delhi, die uns gleich nach der ankunft empfing und alles wie gewohnt : feuchte luft, die alles mit einem plopp am leib festkleben lässt (so dass auch das wiedersehen mit mani in feuchtfröhlichen umarmungen ablief) in leh das morgenwetter erstaunlichund uns sehr angenehm. ein frischer sommermorgen erwartete uns.

in delhi: alles klappte wie am schnürchen: mani stand am inlandsflughafen und wartete seit vielen vielen stunden. checkin bei air deccan und abflug - alles ohne probleme. manis 2. flug war traumhaft. die aussicht, der landeanflug - phanomenal. der schönste flug ever! auch wenn wir uns mühsam wachhalten mussten.

wir liefen in das kleine ankunftsgebäude des flughafens (die baracke so zu nennen bringt schon ein grinsen hervor) und wurden aufgefordert, unsere personalien in diverse willkommenszettel (zur registratur bei der örtlichen polizei) einzutragen. das war schon eine erste herausforderung, denn allein das stehen fiel plötzlich schwer und beim schreiben sah ich sonne-mond-und sterne. das war interessant. ich weiss auch nicht mehr, was ich reingeschrieben habe. egal.
wir haben unser gepäcke geholt und haben uns ein taxi zum hotel organisiert. hat alles wunderbar geklappt, und der empfang im dorjee guest house (empfehlung! http://web.mac.com/richnkaz/iWeb/Dorje%20Guest%20House/Welcome.html"-->webseite dorje) war herzlich. die zimmer waren total ok (siehe dorjee-webseite) -allerdings gaben uns schon die treppen im haus den rest- und wir sind , mit minztee abgefüllt, in die betten gesunken, mit zuklappenden augen noch den göttlichen letzten blick aus dem fenster mit in die träume nehmend.


davor aber hatten wir noch eine überraschende begegnung der 3. art mit der bachblütenmiliz.
sie sass zu zweit im dorjee am tisch im garten und stammte eigentlich aus erfurt - oder so. wir haben ein bisschen den anreisestress bequatscht und wie die höhe sich so auswirkt...und dass wir jetzt alle gern ins koma fallen wollen...da wurden wir gefragt, ob wir tropfen dabei haben und bei der errstaunten verneinung drängte man uns ...also micha und mir, weil wir nicht schnell genug den abzug planten - diverse bach-tropfen auf...mit der ansage, wir sollten uns jetzt von licht durchflutet wähnen.und alles würde gut. die höhe würde uns nichts anhaben können, die tropfen regeln alles.
lustig auch der kommentar über dresden: es sei eine schöne stadt, mindestens die hälfte der leute sei dort schon soweit und sehr offen. ( Hä??wieweit? ) na...dann konnte uns ja nun nix mehr passieren.

ich glaube, wir sind gerade so zum abendessen wieder zu uns gekommen (wahrscheinlich aber nicht wegen der tropfen). nach der anstrengenden anreise, start 7 uhr in dresden und ankunft ca. 7 uhr morgens in leh, haben wir den schlafentzug ohne regung wettgemacht und waren völlig verpeilt, welches jahr,tag,uhrzeit wir haben, wo wir eigentlich wären und ob das wichtig sei.

der erste kurze gang in den ort war zwar schon anstrengend, dafür aber das abendessen göttlich. im "pumpernickel", eine german bakery am marktplatz. frischgepresster mangosaft!!ein traum! und natürlich PBM (paneer butter masala) und froschleimsoda. die bachblütenmiliz, die dort auch zu abend speiste, ignorierte uns tapfer und schaute verpeilt und konstant an uns vorbei. unsere schwingungen waren offenbar unpassend, oder aber wir leuchteten nicht genug. oder so.

ein erster abendeindruck von der kleinen stadt. angenehm.
die heimkehr ins hotel fiel schwer, und auf den treppen wäre ich beinahe hängengeblieben, so schwer fiel der aufstieg. die höhe machte schon zu schaffen - keine luft...man keucht bei jedem bisschen (und schämt sich)...wir weicheier. müde maden im speck.

zur guten nacht erzählten wir mani noch ein paar gruselgeschichten vom yeti.das war ihm neu und er schlief gleich mal bei licht und zugezogenen gardinen sehr schlecht. hihi.

am ersten morgen in leh kam mir der gedanke, einfach im bett zu bleiben und aus dem fenster zu gucken - mit einem berg-panorama vor der linse, das an sich schon ausgereicht hätte für 1 woche betrachtung...aber micha, das ermattete faultier, machte ihn (den gedanken) einfach wahr.

während ich mich also am nächsten tag langsam durch leh mühte und mit mani einen kleinen spaziergang durch den ort probte, blieb der schlaffi einfach im bett, guckte zum schönen fenster raus und passte sich so der höhe an. und das war nichtmal dumm. dafür fanden wir einen weiteren imposanten schokoladenkuchen und nahmen schon mal die shanti-stupa in augensschein, allerdings wählte ich die besteigung selbiger vorerst ab.man muss sich sowas ja nicht gleich am ersten tag antun, dachte ich japsend auf den ersten 10 stufen und kehrte um, während drei gehirnzellen neidisch an micha-im-bett dachten...

bei frischem saft und schokokuchen gestand mani , der geheimniss nie lange für sich behalten kann und ganz und gar unbegabt für schauspiel und vertuschen ist, dann ein, dass sein dach zuhause in mamallapuram schon wiederzusammenfällt. es hat nicht lang gehalten, der mist....wer billig baut, baut teuer... aber wir waren so weit weg, dass ich mich nur kurz drüber ärgern konnte. ausserdem lenkten mich ein paar schrecklich laute israeli-girls vom thema ab.

das waren weitere begegnungen der 3.art. auch erschütternd. immer wieder bachblüten-milizen und völlig achtlose hauptsächlich israelische hippi-girls, die im hemdchen und miniröcken den mittelmeer-sommer zelebrierten und dabei völlig vergassen, wo sie eigentlich waren und was ein solcher anblick bei den einheimischen auslöst. ich hätte sie allesamt kloppen können (also unbuddhistisch und nicht friedlich). mir fielen all die reiseblogs und tips aus dem internet ein, wo steht: man kann in indien ruhig trägerlos und im röckchen gehen, es würde dort keinen stören und niemand würde was sagen. da kriegt man einfach nur die wut über soviel ignoranz und blödheit. und solche leeren gesichter starren einen dann hinter den coca-cola-flaschen auch an, ohne jedes verstehen für die umgebung. als hätten sie sich leider verirrt ins falsche land. sie sind einfach nur im urlaub. ohne hirn und achtung.
das war schon ernüchternd. wie immer.

Mittwoch, 15. August 2007

internetflaute im monsun

naja, das wird wohl nixmehr mit dem live-bericht.wir sind immer an orten, wo es entweder keine brauchbaren internetcafes gibt oder alles schon so zeitig die rollade fallenlässt, dass wir nicht dazukommen. zumindest hatte ich ja grosse hoffnungen fuer rishikesh, aber immer, wenn ich mich mal niederlassen will um zu texten, fliege ich wegen toresschluss raus....ertraglose versuche also.

aber wir haben so viel erlebt da gibt es ganz bestimmt noch den nach-bericht, dann gleich mit bildern. das wollte ich ja schon lange mal testen.

fuer heute vermelde ich zumindest: in rishikesh ist wirklich monsun, es regnet so 3 mal am tag, der ganges rasst durchs tal, sehr imposant und laesst die elbe dumm dastehn. in der ganzen stadt wird ständig gebimmelt, gesungen und so etliche touris sehen auch ein bisschen entrückt und verbimmelt aus. viele "jesusse" schieben sich an den heiligen kühen vorbei und sitzen meditierend am ganges.man muss da schon manchmal kichern, besonders wenn zwei solche blassen weisshemden in jesuslatschen sich begegnen und sich angestrengt nicht beachten, damit sie nicht in den "spiegel" gucken müssen.

wir beobachten mit vorliebe die kühe, die sich bei den regengüssen immer unter den vordächern der geschäfte unterstellen und an die wände pressen und cool abwarten, bisses vorbei ist.

aber ich gebe es nun endgueltig auf, von hier aus unsere schoenen erlebnisse in leh aufzulisten...und im krassen gegensatz mich ueber das spukhaessliche chandigarh auszulassen. das kommt alles naechste woche, mit bildern....

unsere zeit hier ist ja gleich um...und ich muss mich jetzt erstmal in meiner heutige "auszeit" - ja, ich habe das westliche essen nicht vertragen!!! haette mal beim indischen food bleiben sollen!!! nun muss ich toast nagen! - hegen und pflegen, damit ich morgen wieder fit bin.... habe eine schoene nacht auf dem klo verbracht, noch eine muss nicht sein. eine lobeshymne wieder an perentherol und gemuesebruehe!! da wir mani den wasserkocher mitgebracht haben, hatte ich sogar schnell kochendes wasser parat, das war wenigstens schoen!!! ansonsten hiess es:im bett liegen, leiden und fernsehn gucken (nochmal leiden! das indische fernsehen ist genauso (nur anders) schlimm wie unseres. man wird ganz und gar dumm davon).

so. uebermorgen gehts nach delhi....und dann issses schon wieder vorbei. seufz.


nun denn... bis naechste woche.

Samstag, 4. August 2007

dem yeti entwischt

ja, es ist viel zeit vergangen.wir haben eine herrliche zeit in leh verbracht, aber es gab eben nicht nur duenne luft, sondern auch kroetige internetverbindungen.man konnte nicht mal emails checken ohne schaum vorm mund zu kriegen.solche wartezeiten ist man selbst in indien nicht mehr gewohnt.darum haben wir es einfach gelassen.sorry also fuer die lange pause.

nun ist es natuerlich schwierig, die ganze schoene zeit aufzuarbeiten und zu posten. das wird dauern, zumal uns auf dem 5000er-schotter-pass ueber die brutalen bergketten des himalaya alle zaehne, daerme und gedanken ausgeschuettelt wurden. endlose stunden lang. es war eine 20-stündige , fast pausenlose hoellenfahrt mit goettlichen ausblicken und allen schikanen...reifenplatzen, im sandsteckenbleiben, im nebel auf 4000m höhe in totaler müdigkeit - so hat sie die beschwingte erinnerung an das ruhige ladakh beinahe ausgeloescht.
und solche bauch+rueckenschmerzen hatte ich noch nie vorher in meinem dasein....achja, und es fehlen mir so einige herzschlaege, die ueber diversen abgruenden immer wieder aussetzten.

darum...sammle ich erstmal meine mitschriften ein und melde mich in geordneter form wieder.

bis dahin...geniesse ich das fichtel-berg feeling, welchers hier in manali vorherrscht...mal abgesehen vom hanf, der hier in rauhen mengen und in riesen büschen am wegesrand waechst. die kühe fressen sich durch die stauden und die indische mutti reisst auch gern mal ein paar ruten raus und verscheucht dann die kühe damit... ich stelle mir vor, dass das so manchem westlichen verbraucher bei solchen szenarien wahrscheinlich das herz brechen würde.
aber so isses nun mal.

Freitag, 20. Juli 2007

Schon wieder - Reisebericht aus Indien

Ja, schon wieder werden wir uns nach Indien aufmachen. Und alles hinter uns lassen, was hier, jetzt und heute noch so wichtig erscheint und mordsmässig nervt. Mein Rechner zum Beispiel. Eine böse Kröte ist das heute.

Nach den letzten Tagen erscheint die Reise schon im Vorhinein wie ein Heilpflaster...bald haben wir ganz andere Sorgen...hocken im Himalaya und haben zu wenig Sauerstoff. Kopfschmerzen.Frohe Erschöpfung. Monsunregen. Lebensbedrohlichen Strassenverkehr. (Warum wollen wir nur wieder dahin??)

Mit der bewährten Reisegang ins spannende Indien, das allein ist schon eine Antwort. Aber es gibt noch viel mehr Antworten, die sich wahrscheinlich demnächst hier wiederfinden werden. (Oder auch nicht. Wenn wir nichts zu schreiben haben.Oder finden.)

Nun, auf denn.